Rubrik: Fragen & Antworten

 

In welcher Sprache sind Antworten im Sachunterricht gültig?
Über Sache, Sprache und Obst...

Kommentar auf Deutsch

Kommentar auf Türkisch

Antworten in umgekehrter Reihenfolge ihres Eintreffens


Hans-Joachim Fischer, Professor und drei Studierende

Ich stelle mir vor, das Mädchen ist noch nicht lange in Deutschland. Zu Hause in der Türkei stehen Obstbäume im Garten der Großeltern. Im Frühjahr hat sie die Kirschblüte erlebt als Auftakt zum Blütenreigen des Obstjahres. Sie hat die abfallenden Blütenblätter gesammelt, um Muster zu legen. Später hat sie Kirschzwillinge am Ohr getragen. In der Pflaumenzeit ist sie täglich im Garten gewesen, um von den dicken Eierpflaumen zu kosten, bevor die länglichen Zwetschgen zur Reife kamen. Sie weiß, dass man mit unreifen Pflaumen vorsichtig sein muss und nicht gleichzeitig Wasser trinken darf, wenn man Bauchweh vermeiden will. Später, in der Apfelzeit, hat sie mit ihren Freundinnen in den niedrigen, gedrungenen, buschig ausladenden Ästen des alten Apfelbaumes gesessen. Die Birnen schmeckten immer etwas holzig und unreif. Aber wenn die Großmutter sie in Zuckerwasser gekocht und danach in Gläser eingeweckt hatte, schmeckten sie köstlich. Ganz anders als die Erdbeeren, die zwar süß, aber matschig und blass aus den Gläsern kamen. Oft hat sie den Großvater zum Markt in die nahe Stadt begleitet, wo er die Erzeugnisse seines Gartens feilbot. Sie kannte die Rituale, nach denen die Preise ausgehandelt wurden, sie kannte die Preise, wusste, dass man zwei Säcke Äpfel verkaufen musste um dafür den Stoff zu erstehen, aus dem die Großmutter ein Kleid nähte. Später im Herbst änderte sich die Welt. Die Obstblätter leuchteten auf, jedes in seinen Farben, bevor sie blass wurden. Manchmal ging sie dann in den Garten, um die welken Blätter abzuschlagen. Vielleicht ließ sich ja die Zeit beschleunigen, bis wieder neue, frische Blüten und Blätter austreiben konnten. Alles hatte in dieser Welt seinen Namen. Der Name hatte einen besonderen Klang. Er roch nach Kirschen, Äpfeln und Pflaumen, auch nach der Großmutter und dem Zuckerwasser, in dem die Birnenstücke garten. In den Namen widerhallten die knatternden Motorengeräusche des Traktors, auf dem das Obst zum Markt gefahren wurde, auch die geheimen, vertrauten Plaudereien mit der Freundin im Apfelbaum.
Ich stelle mir vor, das türkische Mädchen sitzt vor seinem Arbeitsblatt mit den "behandelten" Obstsorten in der deutschen Schule. Auf dem Blatt Abbildungen von Kirschen und Pflaumen, daneben ein Strich. Als der Blick auf die Pflaumen fällt, beginnen sie zu riechen, zu schmecken. ERIK - ELMA - KIRAZ - ARMUT. Die staubige Hitze des Marktes, das Klirren der Einmachgläser. Bilder, Namen, Gerüche, die ins Leben tauchen.
Ich stelle mir vor, nebenan sitzt ein Kind, das nie in einem Apfelbaum saß, dessen Äpfel in Plastiktüten aus dem Supermarkt geliefert werden, geschält, geschnitten, entkernt, in der Tupperware-Box aus dem Ranzen gefrühstückt. Das Kind hat sämtliche Obstsorten auswendig gelernt. Die Namen hat es fein säuberlich in deutscher Sprache neben die armseligen Obstbildchen geschrieben.

Hans-Joachim Fischer

 

Herbert Klein, Seminarleiter

Ohne die näheren Umstände zu kennen (Schülerin, Deutschkenntnisse, Unterrichtsreihe, …) sage ich: Ja, sie hat die Aufgabe gelöst. Sie kannte alle Sorten! Bezüglich der Namen hätte ich mit der Schülerin gesprochen und mir die Namen auf Deutsch nennen lassen oder hätte gefragt, warum sie auf Türkisch geschrieben hat. In jedem Falle hätte ich die Aufgabe als richtig gewertet, mit dem zu Beginn erwähnten Vorbehalt.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Klein

 

Jutta Wieseman, Professorin

Nein. Es hängt natürlich von der Aufgabenstellung ab und auch von den Lernvereinbarungen dieser Klasse. Gehört es zur Vereinbarung zunächst auch Fragen auf türkisch zu beantworten?
Im Sachunterricht geht es möglichst um die Sachen der Kinder und in der Schule geht es darum Deutsch zu lernen. Das wäre das Argument für die Antwort "Ja" … und "Nein".
Sie hat die Sache verstanden, um die es in diesem Unterricht gegangen ist, aber die falsche Sprache benutzt. Es könnte in jedem Unterricht und beim Lernen in der Schule grundsätzlich darum gehen, nicht nur zu verstehen, sondern auch die deutsche (Schrift)Sprache zu benutzen. Das ist eine pädagogische Entscheidung, die zur Zeit in der Öffentlichkeit heftig diskutiert wird, wie wir am Beispiel der Schule im Wedding verfolgen können. In diesem konkreten Fall ist es die Frage nach einer Rangfolge: Sachen verstehen - deutsche (Schrift)Sprache anwenden. Ich meine bewusst "anwenden", sonst könnte die Frage noch eine ganz andere sein, nämlich: Ist die Aufgabe gelöst, wenn die Worte (auf deutsch) falsch geschrieben sind, aber erkennbar das Richtige bedeuten sollen?
Nun ich will nicht drum herum reden: Ich würde die Entscheidung folgendermaßen fällen: Die Schülerin zeigt mir, wo sie im Lernprozess steht. Den Stand dieses Prozesses werde ich ihr rückmelden und ihr sagen, dass sie die Aufgabe fast gelöst hat. Ich würde ihr damit zeigen, dass das Lernen der deutschen (Schrift)Sprache für mich zum Lernen in der Schule dazu gehört und dass es auch dazu gehört, das (im Test) zu zeigen.

Jutta Wiesemann

 

Carina Sigloch, Referendarin

Hallo,

die Frage ist nicht einfach mit ja oder nein zu beantworten, da man auch das Kind vor Augen haben muss. Es kann sein, dass das Kind die Antworten auch auf Deutsch weiß, aber vielleicht Angst hatte die deutschen Wörter falsch zu schreiben. Es kann sein, dass die Lehrerin nicht erwähnt hat, dass Rechtschreibfehler nicht gezählt werden. Ich bin in meinem Referendariat an einer Brennpunktschule in Offenbach. Der Ausländeranteil beträgt hier fast 90%, aber ein solcher Fall kam noch nicht vor.
Eine einfache Antwort wäre Null Punkte, da schließlich die deutschen Wörter gelernt wurden. Die Frage nach dem Lernziel stellt sich aber auch. Sollten die Kinder die Obstsorten richtig benennen oder die deutschen Wörter kennen. Aber auch hier würde ich sagen, dass es innerhalb des SU deutsch unterrichtet wurde und somit die Kinder auch die deutschen Wörter kennen müssten.
Soweit ich weiß, gibt es auch eine Verordnung, dass wenn ein Kind über ?? Jahren in Deutschland ist, kein Bonus mehr hinsichtlich der Note gegeben werden kann. Ich persönlich würde das Kind den Test nochmal schreiben lassen mit dem Hinweis, dass Rechtschreibfehler nicht beachtet werden und, dass es die deutschen Wörter schreiben soll. Den ersten Test würde ich nicht benoten.
Es wäre für den weiteren Unterricht nicht förderlich, wenn dieser Test gewertet wird, da andere Kinder sich dann benachteiligt fühlen würden oder im nächsten Test auch diese Variante nutzen würden. Die Frage stellt sich dann auch für den Lehrer, wenn er 6 Nationalitäten in der Klasse hat, ob die Antworten richtig oder falsch sind. (Mein türkisch und marokkanisch ist hinsichtlich der Obstsorten etwas eingerostet.)
Lange Rede kurzer Sinn: Ich würde den Test wiederholen lassen und den ersten nicht benoten. Die Konsequenzen für den weiteren Unterricht wären fatal.
Ich bin auf die anderen Meinungen gespannt.

Mit freundlichen Grüßen

Carina Sigloch

 

Astrid Kaiser, Professorin

Lieber Detlef,

diese Frage gefällt mir schon im Ansatz nicht. Was für ein eigenartiger Sachunterricht zur Namensbenennung ist die Ausgangssituation! Dabei hat das Thema Obst so viele wunderbare Aspekte für produktives Lernen im Sachunterricht. Es kann handelnd Kompetenz zum Verarbeiten des Obstes erworben werden, die Haltbarkeit kann in mehrtägigen Versuchen unter verschiedenen Versuchsarrangements (Aufschneiden, Schälen, verschiedene Lagerungsorte wie Kühlschrank, Fensterbank, Schulgarten …) untersucht werden. Welch ein sachkundlicher Unterricht, wenn es nur um die Benennung geht!
Aber ich will mich doch auf dieses schlecht eingeleitete Spiel einlassen und antworte schlicht mit "nein". Falls die Schülerin jedoch in einer Berliner Schule mit klarem Fremdsprachenverbot in der Schulordnung angemeldet ist, wird sie damit sogar gegen die Schulordnung verstoßen. Fachlich ist es völlig egal, in welcher Sprache ein Kind das Wissen kund tut, wenn es extern überprüfbar bleibt wie bei dieser schriftlichen Darstellung ohne Zweifel gegeben ist.

Ich bitte darum, beim nächsten Mal eine didaktisch-methodisch produktivere Aufgabe zu stellen!

Viele liebe Grüße

Astrid

 

Fatma Sengül

Meiner Meinung nach hat sie die Fragen richtig beantwortet, das Problem liegt hierbei "nur" bei der Nachvollziehbarkeit der Lehrkraft. Wie kann ein/e LehrerIn beurteilen, dass in einer anderen geschriebenen Sprache richtig oder falsch ist ? Wenn es bilinguale Lexika gäbe, wäre es für beide Seiten einfacher, diesen Akt zu verstehen. Aber wahrscheinlich ist es schwierig in einer multinationalen Klasse solche Lexika bereits zu stellen. Dennoch ist meiner Meinung nach die Aufgabe verstanden worden.

MfG Fatma Sengül

 

Derya Akbas

Hallo,

nun das ist keine so leichte Frage. Ich als Türkischsprachige, die ab dem 12. Lebensjahr Deutsch unsystematisch gelernt hat, konnte auf die Frage nicht sofort antworten.
Mir blieben auch noch einige Fragen offen, wie z.B. ist das Mädchen hier geboren oder später hier her gekommen aus der Türkei? Wäre es der zweite Teil des Fragesatzes, so wie lange ist sie schon hier? Wie hat sie Deutschgelernt? Was für eine Sprache hat ihr Umfeld (Freunde, Familie)? Wenn sie in Deutschland aufgewachsen ist, in welcher Klassenstufe ist sie? etc. Unter den gegebenen Umständen könnte ich nicht Ja und auch nicht Nein sagen zu der Frage. Denn so gesehen hat sie die Aufgabe zwar erfüllt, in dem sie die Obstsorten erkannt und hingeschrieben hat. Doch war ja auch ein Ziel der Aufgabe, dass sie diese auf Deutsch schreibt, auch wenn dies nicht in der Aufgabenstellung aufgeführt ist. Würde ich dies als erfüllte Aufgaben nehmen, so würde ich auch den anderen Kindern ermöglichen, in der Zukunft die Aufgaben in ihrer Herkunftssprache zu machen, was eigentlich nicht der Sinn ist. Für mich persönlich bei einer Übung würde ich das Mädchen darauf ansprechen und den Eltern eine Betreuung von einer deutschsprachigen Person ans Herz legen, die Wortschatzspiele oder -übungen mit dem Kind durchführt.
Es ist zwar keine direkte Antwort geworden, aber hoffentlich ist sie etwas hilfreich.

Viele Grüße
Derya Akbas

 

Hannelore Schwedes, Professorin

Sehr geehrter Herr Pech!

Das türkische Mädchen hat die Aufgabe, jedenfalls ihrem Verständnis nach, richtig gelöst. Wie immer hängen Bewertungen von den Rahmenbedingungen ab und von den Zielen der Abfrage, und davon, ob den Antwortenden diese Ziele bekannt waren oder bekannt sein mussten. Ging es also darum, die verschiedenen Obstsorten auseinander zu halten und zu kennen (meiner Meinung nach das vorrangige Ziel des Sachunterrichts) oder ging es darum, die deutschen Namen für die verschiedenen Obstsorten zu kennen. Dies schiene mir eher eine Aufgabe des Deutschunterrichts, aber natürlich wird auch im Sachunterricht die Deutsche Sprache gelernt. Pädagogisch sehr bedenklich fände ich es, die Antwort des türkischen Mädchens als falsch zu bewerten, denn sie hat sich bemüht, die Aufgabe zu erfüllen, und in ihrem Kulturkreis eine richtige Antwort niedergeschrieben. Dennoch muss man als Lehrerin jedoch darauf bestehen, dass das Mädchen auch die deutschen Namen lernt, aber in diesem Fall im Nachhinein.. Falls das ganze noch etwa eine Vorgeschichte hat, kann die Sache natürlich noch anders aussehen, z.B. wenn das Mädchen öfter in dieser Weise reagiert. Dann müsste man erst einmal wissen, wie gut die Deutschkenntnisse des Mädchens insgesamt sind, und wie viel Energie auf das Lernen der deutschen Bezeichnungen gelegt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Hannelore Schwedes

 

Lisa Hauf, Referendarin

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Antwort auf die gestellte Frage würde ich unter folgenden Bedingungen mit JA beantworten: Das Kind ist noch nicht lange in Deutschland und beherrscht die deutsche Sprache noch nicht ausreichend - Ein Bezug zum entsprechenden Erlass zur Aussetzung der Note ist im Schulgesetz zu finden und der Begründung beizufügen. Ist das Kind schon länger als ein Jahr in einer deutschsprachigen Schule, so könnten nach Ermessen des Lehrers Teilpunkte bzw. gar keine Punkte vergeben werden.

Mit freundlichen Grüßen

Lisa Hauf

 

A. Kovacs-Jungbauer

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Die Obstsortenfrage kann meiner Meinung nach mit ja und nein beantwortet werden. Würde in meiner Klasse solch eine Situation auftreten, so würde ich das Kind bitten, die ganzen Sorten noch mal in deutsch daneben zu schreiben. Natürlich nicht während des Unterrichtes, sondern im Anschluss. Weiterhin würde ich dem Kind sagen, dass es bei zukünftigen Klassenarbeiten nur noch deutsch schreiben soll. Falls es ein Begriff nicht auf deutsch weiß, so soll es das schriftlich beschreiben bzw. mich leise fragen. Ich denke, dass man in der Grundschule nicht gleich zu hart urteilen sollte. Es sind immer noch kleine Kinder und gerade bei den ausländischen Kindern gibt es oft noch Sprachschwierigkeiten. Das Kind wird es nicht böse gemeint haben, wenn es die Obstsorten auf türkisch daneben schreibt. Man sollte es aber auch nicht übersehen, sondern darauf hinweisen, dass es in höheren Klassen zu Schwierigkeiten führen kann. Außerdem wäre es den Mitschülern gegenüber unfair, solch eine Sache nicht zu beachten.

Mit freundlichem Gruß

A. Kovacs-Jungbauer

 

Janine Hertlein, Referendarin

Hallo Herr Pech,

ich mache gerade mein Referendariat im SU an einer Grundschule. Meiner Meinung nach hat das türkische Mädchen die Aufgaben gelöst, sie hat die Obstsorten ja korrekt benannt, wenn auch mit türkischen Begriffen. Was ist daran so falsch? Vielleicht gibt man ihr Teilpunkte? Man muss sie auf jeden Fall darauf aufmerksam machen, wie das Obst auf deutsch heißt und gezielt diese Worte üben! Evtl. im DaZ-Unterricht.

MfG

J. Hertlein

 

Dirk Plickat, Professor

Selbstverständlich hat die Schülerin die Aufgabe gelöst - und die Lehrkraft damit mit einem klassischen Konflikt konfrontiert: Problemlösungen können also solche nur erkannt werden, wenn dies die Kompetenzen der Lehrkraft und die strukturellen Konstellationen zulassen.
Wenn, und hier schreibe ich auf der Grundlage jahrelanger eigener Erfahrungen in Multinationalen Vorbereitungsklassen, die Lehrkraft die Lernvoraussetzungen in der Lerngruppe nicht hinreichend berücksichtigt, handelt sie unprofessionell, was sich alleine schon aus ihrer Schutzverantwortung für unmündige Heranwachsende und dem Bildungsauftrag im Rahmen des gesamten Handlungsauftrages von (Grund-)Schule ableitet. Wenn also entsprechende Probleme im Unterrichtsgeschehen auftreten, ist dies zwingender Grund zur Umgestaltung der Lehr-Lernstrukturen. Zudem bleibt zu berücksichtigen, dass es sich im dargestellten Beispiel nicht um eine standardisierte Zugangsberechtigungs- oder Abschlussprüfung zu handeln scheint und auch bei diesen zunehmend das Prinzip des Exklusionsverbotes (vgl. auch europäische Leitlinien) Anwendung findet, so beispielsweise wenn im Kontext Erwachsene und theoretische Führerscheinprüfungen diese mehrsprachig stattfinden können oder sogar bei Hochschulzugangsberechtigungen schon traditionell in den sog. Immaturenprüfungen biographische Besonderheiten besondere Berücksichtigung finden. Grundsätzlich hat vor diesem Hintergrund also Grundschule als "Schule für alle Kinder" (vgl. auch Schulgesetzte) den Auftrag, konstruktiv im Sinne von sozialer Inklusion mit dieser Problematik umzugehen.
Noch ein kleiner Nachtrag: Wie wäre es wohl mit der Einschätzung, wenn das Mädchen eine deutsche Sozialisation und die Antworten in englischer Sprache angeboten hätte ? Dann dürfte wohl statt eines 'negativen Abweichens' eher die Betonung einer besonderen Leistungsfähigkeit den Umgang mit der Problemkonstellation dominieren.

Beste Grüße

Dirk Plickat

 

Petra Milhoffer, Professorin

Ja, sofern nicht ausdrücklich vereinbart worden war, dass die Antwort deutsch sein soll. Sprach- und Sachlernen gehen im übrigen immer miteinander einher. Die Antwort des Mädchen könnte zudem ein wunderbarer Gesprächsanlass sein, um zu vergleichen wie Obstsorten auf türkisch und deutsch heißen. Da werden sicherlich auch Gemeinsamkeiten offenbar, die spannend sind. Die Sprache der türkischen Kinder wird wertgeschätzt. Und sie lernen den deutschen Begriff.

Beste Grüße

Petra Milhoffer

 

Michael Gebauer, Professor

Ja und Nein. Hängt von der exakten Aufgabenstellung ab. Wenn: Kennst du die Obstsorten? Dann: ja, gelöst. Wenn: Kennst du die (hier ist natürlich gemeint: deutschen) Namen dieser Obstsorten? Dann: nicht gelöst! Als Lehrer würde ich die Aufgabe jedoch in jedem Falle als gelöst betrachten - aber eher aus pädagogischen Motiven!

Grüße aus Leipzig

Michael Gebauer

 

Roland G. Lauterbach, Professor

Die Frage wird nicht im Wortlaut genannt. Nach der paraphrasierten Formulierung hat die Schülerin die Aufgabe einwandfrei gelöst.
Mit "Name" kann nur der Artname gemeint sein; den hat sie ja jeweils differenzierend gegenüber anderen Arten angegeben. Für eine sachunterrichtliche Bewertung muss außeracht bleiben, in welcher Sprache die Antwort gegeben wird.

Roland G. Lauterbach

 

Antworten von Studierenden des Lehramts an Grundschulen, der Diplom-Pädagogik und Magister-Pädagogik an der Universität Frankfurt

1.
Ich denke nicht, dass das Kind die Aufgabe richtig gelöst hat. Wenn die Aufgabe auf Deutsch gestellt ist, sollte das Kind auch diese auf Deutsch beantworten.
Es ist auch nicht möglich einen Aufsatz im Deutschunterricht auf Türkisch zu schreiben, obwohl in der Aufgabenstellung nicht explizit dabei steht, dass auf Deutsch geschrieben werden soll.


2.
Nein, erst wenn die Schülerin die deutschen Begriffe nachtragen würde, kann die Aufgabe als erledigt bewertet werden. Die Lehrerin kann wahrscheinlich kein Türkisch. Würden alle Schüler in einer anderen Sprache schreiben, kann keine Gleichheit mehr gesichert werden.
Die Aufgabenstellung ist auf deutsch, daher kann man von den Schülern erwarten, dass sie die Aufgaben auch in deutscher Sprache bearbeiten.
Allerdings sollte die Schülerin die Möglichkeit bekommen, ihre Antwort zu überarbeiten, da sie sich bemüht hat, ihre Aufgaben zu machen.


3.
Zu Hause die türkischen Antworten der SU-Arbeit nachschlagen, um zu schauen, ob diese richtig sind - bei richtigen Antworten auch die Punkte darauf vergeben und vermerken, dass die Antworten das nächste Mal auf Deutsch geschrieben werden sollen - sich selbst fragen, wie es dazu kommen konnte.


4.
Theoretisch hat das Mädchen die Aufgabe schon beantwortet, da sie ja eine Lösung angegeben hat. Doch befindet sie sich nicht im türkisch Unterricht, sondern im Sachunterricht einer deutschen Schule, wo die gängige Sprache deutsch ist.
Wenn es eine/n TürkischlehrerIn an der Schule gibt, könnte die Richtigkeit der Antworten überprüft werden. Beim ersten mal würde ich sagen, sollte die Antwort zählen und das Mädchen danach darauf hingewiesen werden, dass sie nicht in ihrer Muttersprache, sondern auf deutsch antworten muss. Da ihr dies vorher vielleicht nicht klar war, sollte ihr diese Tatsache nicht negativ angerechnet werden.


5.
Die Schülerin sollte durch Hinweise/Bitte der/des Lehrerin/s die Möglichkeit erhalten die Wörter zusätzlich auf deutsch hinzuzufügen. Erst diese vervollständigte Antwort sollte bewertet werden.


6.
Falls es das erste Mal der Fall war, dass in einer anderen Sprache geantwortet wurde, würde ich es hier als gelöst bewerten und für die nächste Arbeit mit dem Kind abklären, dass es dann auf deutsch antworten soll.
Es wäre unfair für das Kind, wenn es in einer anderen (seiner Muttersprache) richtig antwortet und keine Punkte dafür bekäme.


7.
Da die Fragestellung nicht eindeutig gestellt wurde, wie bzw. in welcher Sprache man das Obst beschriften soll, kann die Antwort nicht falsch sein. Türkisch ist nicht falsch.


8.
Meiner Meinung nach hat die Schülerin die Frage prinzipiell richtig beantwortet, da sie alle Obstsorten benannt hat. Andererseits lebt sie hier in Deutschland und hier wird verlangt, die Aufgabe auch in deutsch zu beantworten, damit der/die Lehrende auch verstehen kann, was sie überhaupt geantwortet.


9.
Meiner Meinung nach hat sie die Aufgabe richtig beantwortet, da nicht verlangt war sie auf deutsch zu beantworten. Andererseits ist sie auf einer deutschen Schule, der Unterricht wird auf deutsch gehalten, also sollten die Antworten auch auf deutsch sein. Prinzipiell erfüllt, aber leider in der falschen Sprache.


10.
Meiner Meinung nach hat das Kind die Aufgabe prinzipiell gelöst, da es nicht darum ging die Antworten auf Deutsch hinzuschreiben, sondern generell darum die Obstsorten zu beschriften. Allerdings kann es im Allgemeinen nicht Sinn der Sache sein, wenn Kinder Aufgaben in einem anderen Fach als Deutsch in ihrer Muttersprache beantworten. Durch diese Antwort stellt sich aber die Frage, warum sie das getan hat. Kann sie es auf Deutsch nicht? Hat sie es noch nicht realisiert, dass sie auf einer deutschen Schule ist?


11.
Meiner Meinung nach kann der Lehrer dem Mädchen keine null Punkte auf die Aufgabe geben, wenn sie die richtigen türkischen Begriffe verwendet hat. Aber auch die volle Punktzahl ist hier nicht angebracht, denn die Obstsorten wurden sicherlich im Unterricht nicht auf türkisch sondern auf deutsch behandelt. Außerdem ist das Mädchen auf einer deutschen Schule und sollte daher auch deutsch antworten. Der Lehrer sollte seine Aufgabenstellungen in Zukunft eindeutiger gestalten, um Missverständnisse auszuschließen. Vollständig gelöst ist die Aufgabe im Unterrichtszusammenhang jedoch nicht.


12.
Das Mädchen hat die Aufgabe nicht erfolgreich gelöst. Es ist zwar durchaus möglich, dass es die Obstsorten alle kennt bzw. erkannt und beschriftet hat, doch ist dies für die Lehrerin nicht bewertbar. Die Namen wurden im Unterricht eingeführt und sollten auch in dieser Form benutzt werden, auch wenn es für dieses Mädchen eher Vokalbellernen im Fremdsprachenunterricht darstellt. Den wenigsten Kindern wird ein Apfel als solcher unbekannt sein, so dass es nicht um die Begriffe geht, sondern eher um die Eigenschaften der Früchte geht. Desweiteren geht es im Unterricht darum, Kindern die Welt näher zu bringen in der sie leben und sie somit in die Gesellschaft einzugliedern.


13.
Nein, die Antwort ist falsch. Auch wenn die Aufgabe inhaltlich richtig beantwortet ist, ist sie nicht richtig gelöst, da die Form nicht der Form entspricht, die in der Klassengemeinschaft festgelegt ist (deutsche Sprache). Ohne die Festlegung auf eine Sprache, wäre keine Kommunikation möglich.


14.
Die Aufgabe wurde nicht erfüllt, da in allen Unterrichtsfächern in einer deutschen Schule (bis auf Fremdsprachenunterricht) Antworten auf deutsch verlangt werden. Man kann ja nicht von einem Lehrer verlangen, dass er jedes Mal in seine Fragestellung die Aufforderung "schreibe in deutsch" hinschreibt. Ich würde der Schülerin jedoch die Hälfte der Punktzahl geben, wenn sie mir im nachhinein noch mal die richtigen deutschen Begriffe dazuschreiben würden. Das Problem wäre, wenn man es als richtig durchgehen lassen würde, dass dann alle Schüler im Unterricht schreiben könnten, was sie wollen.


15.
Meiner Meinung nach hat das Mädchen die Aufgabe richtig gelöst, da sie die Arbeitsanweisung erfüllt hat. Auch für die Lehrerin wird es möglich sein, selbst wenn sie kein türkisch spricht, in Erfahrung zu bringen, welche Begriffe das Mädchen den Obstsorten zugeteilt hat. Anschließend wäre es natürlich wichtig mit dem Mädchen zu sprechen und ihr zu erklären, dass sie in Zukunft die Klassenarbeiten in deutsch verfassen muss und diese Beurteilung eine Ausnahme ist.


16.
Von meinem Standpunkt aus hätte sie die Aufgabe gelöst, aber: Ich kann kein Türkisch und kann daher nicht beurteilen, ob die Aufgabe richtig gelöst wurde.
Ein weiterer Hinderungsgrund scheint mir die Tatsache zu sein, dass dies in weiterführenden Schulen wahrscheinlich auch nicht gewertet wird.
Es muss daher abgewogen werden, wie lange dieser Schüler schon mit der Deutschen Sprache vertraut ist.
Außerdem muss die Schülerin darauf hingewiesen werden, dass in Zukunft versucht werden soll die Aufgaben auf Deutsch zu lösen.


17.
Das Mädchen hat die Aufgabe nicht richtig gelöst.
Innerhalb der Unterrichtssequenz "Obst" hat sie die deutschen Begriffe der Obstsorten erfahren und sollte in der Lage sein die in korrektem Deutsch aufzuschreiben. Der Sachunterricht zielt zwar nicht direkt auf das Erlernen der deutschen Sprache, es ist aber ein Teil jedes Unterrichtsfachs.
Wenn türkische Begriffe gelten sollen, muss zu Beginn eine Vereinbarung darüber getroffen werden.


18.
Sie hat die Aufgabenstellung nicht korrekt ausgeführt.
Dem Kind ist klar, dass Schulaufgaben in deutscher Sprache gelöst werden sollen, dem widersetzt sich das Kind und somit ist die Aufgabe auch falsch. Der Lehrerin/dem Lehrer ist es nicht möglich die Richtigkeit festzustellen im Sachunterricht auch Deutsch integriert - Kind übt auch hier Deutsch - soll auch die deutschen Begriffe wissen.


19.
Losgelöst von dem Gesamtkonzept Schule ist die Aufgabe meiner Meinung nach gelöst (nur in Bezug auf das Thema Obst als einzelnes).
Da der Unterricht in der Grundschule jedoch fächerübergreifend stattfindet und das Fach Deutsch in jedes andere Fach mit einwirkt, wurde die Aufgabe nicht gelöst.
Ob das Kind, das eine deutsche Schule besucht und in Deutschland lebt, die Begrifflichkeiten verstanden hat, ist nicht klar.


20.
Das Kind hat das "kulturelle Umfeld" der Schule außer Acht gelassen. Der Lehrende ist nicht dazu verpflichtet, bei jedem Arbeitsauftrag darauf hinzuweisen, dass er auf Deutsch ausgeführt werden soll.
Ginge es danach, dass die Aufgabe in türkisch richtig beantwortet wurde, so müsste man auch alle anderen (ca.) 5000 Sprachen der Erde akzeptieren. Wie sollte das für den Lehrenden gehandhabt werden?!


21.
Das Kind hat die Aufgabe auf türkisch richtig gelöst. Jedoch bin ich der Meinung, dass die eigentlich Aufgabenstellung nicht erfüllt wurde. Die Aufgabe wurde auf deutsch gestellt und dadurch erwartet man auch, dass die Lösung in deutsch aufgeschrieben wird. Außerdem kann man nicht von den Lehrern erwarten, dass sie jede Muttersprache der Kinder sprechen können. Genauso könnte man im Vergleich dazu im Englischunterricht die auf englisch gestellte Aufgabe nicht einfach auf deutsch beantworten und erwarten, dass sie als richtig bewertet wird.


22.
Das Kind hat die Aufgabe zwar gelöst, es muss jedoch nach diesem Vorfall eindeutig geklärt werden, dass man an einer deutschen Schule Aufgabenstellungen auch in deutsch beantworten muss. Hat man Kinder von mindestens sieben verschiedenen Nationen in einer Klasse und jedes löst Lernzielkontrollen in seiner Muttersprache steht der Lehrer vor einem großen Problem. Schließlich müssen die Kinder auch um sich der deutschen Gesellschaft zurechtzufinden, die deutsche Sprache beherrschen. Bei einem einmaligen Vorfall könnte man eine Ausnahme machen und das Kind den Test noch mal wiederholen lassen, natürlich muss es diesmal auf deutsch antworten. Ich denke das man die Situation so am Besten lösen könnte.


23.
Die Aufgabe ist zwar korrekt gelöst, dennoch denke ich, dass man dieser Art der Lösung nicht zustimmen kann, da die Unterrichtssprache in Deutschland deutsch sein sollte. Die Lehrerin sollte dem Kind nicht die falsche Lösung ankreiden, sondern es darauf hinweisen, dass es die deutsche Sprache verwenden soll.


24.
Einerseits kann man sagen, dass das Kind die Aufgabe richtig gelöst hat. Das Wort "richtig" ist dabei allerdings relativ, da es zwar anzunehmen ist, dass das Kind jeder Obstsorte einen richtigen Namen zuordnen kann. Anzunehmen ist aber nicht, dass die Lehrerin die Angaben des Kindes überprüfen kann, da sie wahrscheinlich nicht türkisch spricht/versteht.
Meiner Ansicht nach, sollte die Lehrerin zwar versuchen zu überprüfen, ob das Kind die Obstsorten richtig benannt hat; trotz allem darauf bestehen, dass es die Aufgabe auf deutsch löst, da es sich schließlich in einem deutschsprachigen Unterricht befindet.


25.
Ja, sie hat die Aufgabe gelöst. Das Ziel der Aufgabe war, dass die Kindern die Obstsorten erkennen, und das hat sie. (Allerdings würde ich daraufhin prüfen, ob ihr auch die deutschen Begriffe bekannt sind und sie ihr ggf. beibringen)


26.
Meiner Meinung nach schon, da die Aufgabe korrekt gelöst wurde, indem die richtigen Begriffe an den Obstsorten stehen. Es stellt sich jedoch die Frage, inwieweit das (Be)Antworten einer Frage, also die Unterrichtsbeteiligung, auf türkisch vor dieser Aufgabe gehandhabt und festgelegt wurde. Das wäre natürlich bei der Bewertung zu beachten. Gäbe es jedoch keine ausgesprochenen Richtlinien, dann wäre die Beantwortung korrekt ausgeführt, da in der Aufgabenstellung keine Angaben dazu gegeben waren. Mit dem Hintergrund, dass die Aufgabe nicht mündlich vorzutragen ist, also dass es den anderen Schülern nicht verständlich gemacht werden soll, sondern eine Eigenüberprüfung zu sein scheint, ist sie richtig gelöst. Außerdem denke ich, dass diese Fähigkeit 2 Sprachen verbinden (also in 2 Sprachen "denken") zu können, nicht eingeschränkt werden darf, damit beide Sprachentwicklungen nicht eingeschränkt werden. Ich würde ihre Antwort aufgreifen und den anderen Kindern vorstellen, so dass deutsche Kinder von türkischen lernen anders herum.


27.
Meiner Meinung nach hat das Kind die Aufgabe gelöst. Wenn sie die Obstsorten auf Türkisch beschriftet hat. Denn es ging ja in erster Linien darum, dass die Kinder die Obstsorten kennenlernen und sich behalten und das ist ja auch bei diesem Mädchen der Fall. Es könnte sogar sein dass sie beim Lesen mit ihren Eltern noch zusätzlich die türkischen Begriffe gelernt hat und die Benennung nun auf beiden Sprachen beherrscht, also sogar mehr kann, als ihre MitschülerInnen, warum also sollte man dies als falsch anstreichen?
Allerdings würde ich der Schülerin erklären, dass ich leider kein Türkisch kann und sie deshalb bitte in Zukunft, wenn es ihr möglich ist, auf Deutsch lösen soll.


28.
Das türkische Kind hat die Aufgabe zwar gelöst, da es wie alle anderen Kinder das Obst beschriftet hat. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Aufgabenstellung nicht ganz korrekt gelöst wurde.
Die Aufgabe wurde auf Deutsch gestellt und daher erwartet der Lehrer eigentlich eine Beschriftung in deutscher Sprache. Der Unterricht wird an einer deutschen Grundschule in deutscher Sprache gehalten und es kann nicht jedes Kind nur seine Muttersprache anwenden. Der Lehrer sollte das Kind unterstützen und ihm erklären, wie es sich besser auf Deutsch ausdrücken kann.
Im Sachunterricht müsste ein anderer Bewertungsmaßstab als im Deutschunterricht gelten (andere Sprache sollte nicht so eng gesehen werden).


29.
Die Schülerin hat die Aufgabe gelöst, nach ihrer Art und Weise. Vermutlich ist sie in der deutschen Sprache unsicher und hat deswegen auf türkisch die Obstschale beschriftet. Der Lehrer muss prüfen, ob die türkischen Wörter auf Deutsch übersetzt das richtige bedeuten. Da das Kind offensichtlich Probleme hat, sollte der Lehrer das Kind individuell behandeln in dem es speziell auf es eingeht, z.B. die Aufgabe wiederholen mit dem Kind und ihm erklären, dass es auf Deutsch schreiben muss und mithelfen wenn erforderlich. Aber auch der Klasse sagen, dass es in Zukunft nicht so geht.

Dagegen:
  • es wurde auf Deutsch gelehrt - sie hatte Zeit die deutschen Begriffe zu verinnerlichen
  • die Frage wurde auf Deutsch gestellt
  • Schulsprache ist Deutsch
  • Es wird auf Rechtschreibung geachtet - möglicher Punkteabzug
  • Das vorgetragene Ergebnis wird nicht verstanden - Problem für Mitschüler
  • Zu viele Sprachen potentiell möglich - zu hoher Anspruch an Lehrer
  • Hängt von Klassenstufe ab
Dafür:
  • am Anfang der Grundschule nicht so eng sehen
  • Test nicht bewerten/nachholen lassen
  • Direkt ansprechen und allen sagen, dass sie auf Deutsch schreiben und reden müssen in Zukunft


30.
Wenn die Schülerin die Antworten auf Türkisch geschrieben hat, dann ist das richtig. Es geht ja im SU darum, dass sie lernt, was die Dinge sind... und wenn die Fragestellung nicht beinhaltet, dass die Antworten auf Deutsch geschrieben werden sollen, dann muss an der Frage gearbeitet werden.


31.
Da es sich nicht um Sprachunterricht handelte, sollten ihre Ergebnisse gelten. Sie hat die Aufgabe erfüllt, da sie zwischen den Obstsorten unterscheiden konnte. Ich denke, dass bei der Arbeit herauskommen sollte, ob die Kinder Kategorien bilden können und nicht, ob sie die deutsche Bezeichnung kennen.


32.
Für mich ist die Aufgabe korrekt gelöst. Ich habe die Aufgabe nicht explizit genug formuliert; ein Verweis in welcher Sprache die Antworten verfasst sein sollen, fehlt.
Zur Korrektur würde ich auf einen türkischen Freund (evtl. Muttersprachenlehrer an der Schule) zurückgreifen, da ich anfangs nicht weiß, ob die Begriffe und die Rechtschreibung stimmen.
Die Schülerin würde ich im Anschluss darum bitten, zukünftig die Antworten auf Deutsch zu schreiben. U.U. besteht bei ihr auch Förderbedarf für Deutsch und hätte die Aufgabe nur auf Türkisch oder gar nicht beantworten können


33.
Meiner Meinung nach hat sie die Aufgabe richtig gelöst. Schließlich wird in der Frage ja auch nicht explizit darauf hingewiesen, dass man deutsch schreiben soll. Ich würde ihr die volle Punktzahl geben und zusätzlich mit ihr ein Gespräch führen, in dem ich sie frage, warum sie die Antworten auf türkisch geschrieben hat. Hätte sie die Antworten auf deutsch schreiben können, hätte ich ihr gesagt, das sie das auch in Zukunft machen soll. Kennt sie die deutschen Begriffe nicht, benötigt sie wohl Sprachförderung.


34.
Meiner Meinung nach ist die Aufgabe schon erfüllt worden, es sei denn den Schülern wurde vorher ausdrücklich gesagt, dass sie in der Schule die deutschen Begriffe benutzen sollen. Hat man Zweifel daran, dass das Kind die deutschen Begriffe kennt, kann man sie auch im Nachhinein noch nennen/aufschreiben lassen. Zweifelt man daran, dass die türkischen Bezeichnungen falsch sind, kann man zum nächsten Dönerladen gehen und die/den Inhaber nach der deutschen Bedeutung der Begriffe fragen.


35.
Ich finde, dass das Mädchen die Aufgabe richtig gelöst hat. Die Lehrerin kann das Mädchen noch mal bitten, dass sie die Aufgabe erklärt oder aufschreibt, dann auf Deutsch. Vielleicht war das Mädchen so vertieft in die Aufgabe dass sie nicht gemerkt hat, dass sie auf Türkisch die Lösungen hinschreibt. Die Lehrerin soll einfach noch mal nachfragen und sagen: jetzt sollst du die Aufgabe auf Deutsch lösen.


36.
Ich würde das Mädchen bitten, die Obstsorten auch noch einmal auf deutsch zu nennen bzw. daneben zu schreiben, um ihr zu ermöglichen die Klassenarbeit zu bestehen. Im Englischunterricht muss auch ein Text auf Englisch verfasst werden und es darf keine andere Sprache benutzt werden, daher hat das Mädchen die Aufgabe eigentlich nicht richtig beantwortet. Auch im Unterricht wurden die Obstsorten sehr wahrscheinlich auf deutsch gelernt und waren auch so zu lernen. Aufgrund dessen hat das Mädchen die Aufgabe nicht richtig erfüllt. Andererseits war nicht definitiv gefordert, die Antworten auf Deutsch zu verfassen. Deswegen mein Vorschlag, ihr deutlich machen, dass sie in diesem Fall (Klassenarbeit) auf deutsch schreiben muss und dies auch in den folgenden Klausuren der Fall ist (wenn keine Ausnahme besteht). Um ihr aber zu zeigen, dass es auch weiterhin wichtig ist, dass sie auch ihre Muttersprache spricht und diese akzeptiert wird finde ich, dass vielleicht mit allen nach der Klausur die Obstsorten in der Muttersprache besprochen werden um deutlich zu machen, das es viele Ausdrucksformen für eine einzige Sache gibt.


37.
Ja, ich denken die Aufgabe wurde richtig gelöst. Das Kind hat den Abbildungen der Früchte deren Namen zugeordnet - also Aufgabe erfüllt.
Ich denke nicht, dass in der Aufgabenstellung stand: "Formuliere in Deutsch"… Außerdem kann sich der Lehrer ja informieren, ob die (türkischen) Worte zu den Bildern passen. Das Kind hat die Aufgabe verstanden, und konnte sie umsetzen. Einzig die Sprache war das Problem. Man kann das aber nicht mir einem Ergebnis eines anderen Kinder vergleichen, dass die Bilder gar nicht beschriftet hat. Und kann sie dementsprechend nicht als "nicht gelöst" bewertet werden. Höchstens als "anders gelöst". Aber die Aufgabe wurde definitiv gelöst.


38.
Meiner Meinung nach hat die Schülerin die Aufgabe nicht korrekt gelöst, da sie die Aufgabe nicht in der geforderten Sprache gelöst hat. Zwar mag die Aufgabe in der Fremdsprache richtig sein, wofür man im Zeugnis eine "pädagogische Note" geben kann (und in diesem Fall wohl auch sollte), jedoch ist sie meiner Meinung nach nicht korrekt gelöst, da sie die falsche Sprache gewählt hat.


39.
Aus meiner Sicht hat das Mädchen die Aufgabe richtig gelöst. Die Lehrerin hat aber nun das Problem, dass eine andere (nicht angesprochene, sondern als selbstverständlich vorausgesetzte) Aufgabe: die Antwort in der deutschen Sprache zu formulieren, nicht gelöst wurde. Jetzt muss man sich fragen, ob die Aufgabe dadurch falsch von dem Mädchen gelöst wurde. Falsch, weil in der deutschen Schule die deutsche Sprache vorausgesetzt wird. Oder ob man die Lösung des Mädchens als richtig einstufen, weil "die Antwort in der deutschen Sprache geben" nicht explizit verlangt wurde. Ich würde zu letzterem tendieren. Das Mädchen hat die Aufgabe richtig gelöst und das Sprach-"Problem" müsste in der Schule (also institutionell) besprochen werden.


40.
Als Lehrerin würde ich auf eine Bewertung dieser Arbeit verzichten und der Schülerin die Möglichkeit geben, eine ähnliche Arbeit nachzuschreiben mit dem Hinweis, dass nur Antworten auf deutsch gewertet werden. Wenn dieses Kind in Deutschland lebt, zur Schule geht, eine weiterführende Schule besuchen möchte, muss sie die deutsche Sprache lernen. Deshalb hilft es ihr nicht, wenn ich ihre türkischen Antworten als korrekt ansehe.


41.
Aufgabe bestanden! Da Inhaltlich 100 Prozent richtig beantwortet! Lernziel erfüllt!
Aber: Die Arbeit sollte evtl. aus Bewertung herausgenommen werden und die Lehrkraft sollte individuell (zu einem späteren Zeitpunkt) überprüfen, dass die Begriffe auf deutsch beherrscht werden.
Lösung: Kompromiss zw. Schüler und Lehrkraft! - keine 6, sondern den Test wiederholen lassen und dem Schüler die Begründungen dazu liefern!


42.
Meiner Meinung nach hat sie die Aufgabe nicht wirklich erfüllt. Sie hat zwar die richtige Lösung, aber die falsche Sprache benutzt. In Deutschland bzw. in einer dt. Schule ist die Sprache nun mal deutsch und nicht türkisch, sie muss sich diesen Gegebenheiten anpassen.
Ich frage mich sowieso wie sie darauf kommt türkisch zu schreiben, schließlich beherrscht sie die dt. Sprache ja. Sollte es jedoch so sein, dass der Lehrer/die Lehrerin türkischer Abstammung ist oder das kleine Mädchen gerade erst eingewandert ist, ist ihr Handeln verständlich.


43.
Teilweise erfüllt.
Dass Kind hat immerhin gewusst um welche Obstsorten es sich handelt, jedoch gehören zu dem Test auch die richtigen Begriffe, die das Kind auf deutsch gelernt haben sollte. Sie besucht eine deutsche Schule in Deutschland und da ist der Zweck des Lernens nicht erfüllt. Schließlich muss sie sich integrieren und sich mit u.a. ihrer Sprache anpassen.


44.
Ich denke nicht, dass die Aufgabe erfüllt ist. Da dieses Mädchen in Deutschland lebt und auf eine deutsche Schule geht, an der Deutsch gesprochen wird, ist der Test auf Deutsch zu beantworten. Bei einem Englisch oder Französisch Vokabeltest, wo ich die Früchte auf Französisch hinschreiben soll, es aber auf Deutsch schreibe ist die Aufgabe ganz klar nicht erfüllt und ich würde somit 0 Pkt (bzw. eine 6) kassieren.


45.
Ich kann keine klare "Ja" oder "Nein" Antwort formulieren. Wenn die Aufgabe lediglich das Benennen der Früchte beinhaltete, hat das Mädchen die Aufgabe erfüllt, doch eventuell kann die Lehrerin, nicht beurteilen, ob die Antworte des Mädchens richtig sind, da sie kein türkisch spricht. Ich denke das Mädchen sollte noch einmal gefragt werden, wie sie die Früchte mit deutschen Begriffen benennen würde. Wenn das Mädchen das nicht kann, dann ist es fraglich, ob sie ohne ausreichende Deutschkenntnisse das Schuljahr/die kommenden Schuljahre ohne eine spezielle Förderung besteht.


46.
Eigentlich hat sie die Aufgabe erfüllt, da sie alle Antworten wusste. Jedoch finde ich es problematisch, da das Kind nicht wirklich weiß, wie man sich anpasst. Ich würde das Kind fragen, warum sie es auf türkisch geschrieben hat und ob sie es auch auf Deutsch schreiben kann. Ich denke, es könnte für sie in der Zukunft Probleme geben, da sie dadurch eine Art Weigerung der deutschen Sprache den anderen vermittelt und sich damit absondert.


47.
Rein sachlich hat das Mädchen alles richtig beantwortet. Wahrscheinlich kennt sie die Begriffe auch schon von zuhause, wo sie aber eben auf türkisch ausgesprochen werden. Bei deutschen Kindern kann dieses Problem wegen der Muttersprache nicht auftreten, es fällt also nicht auf, wenn ein Kind etwas nur aus dem Familienalltag oder aus der Schule kennt.
Ich würde dem Kind trotzdem klar machen, dass es, um sich in die Gesellschaft zu integrieren, die deutsche Sprache beherrschen und in der Schule deutsch schreiben muss.


48.
Die Schülerin hat die Aufgabe nicht erfüllt.

  • Sie hätte wissen müssen, dass die Lehrerin kein Türkisch spricht.
  • Ich würde dem Mädchen trotzdem noch eine Chance geben und sie den Test noch mal auf deutsch schreiben lassen.
  • Die Lehrerin sollte in Zukunft klar machen wie sie den Test beantwortet haben will - deswegen (durch den Fehler der Lehrerin) sollte die Schülerin noch eine Chance haben.
  • Die Frage ist aufgrund mangelnder Informationen nicht ganz zu beantworten.



49.
Irgendwie ist sie schon erfüllt. Das Mädchen hat ja alles richtig gemacht. Allerdings hätte sie die Wörter auf deutsch schreiben sollen, da sie in Deutschland wohnt und hier nun mal diese Sprache gesprochen wird. Man kann den Fall ja auch umdrehen und sich denken, dass in der Türkei ein Mädchen die Antworten auf deutsch geschrieben hätte. Es handelt sich ja hier einfach um die Anpassung. Inwieweit diese jetzt durch die Beantwortung der Fragen "gebrochen" wurde, ist eine gute Frage. Natürlich aber auch um die Integration.

 

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Ausgabe 6


Kommentar von Detlef Pech und Marcus Rauterberg:


Die 3. Frage von widerstreit-sachuntericht hat ihren Ausgangspunkt in einem Seminar zur "Politischen Bildung in der Grundschule" im Wintersemester 2005/2006 an der Universität Frankfurt. Im Rahmen einer Diskussion zum Zusammenhang des Politischen mit der Interkulturellen Bildung berichtete eine Studentin von dem realen Beispiel, das wir als Frage formuliert haben. Die nachfolgende Diskussion kreiste primär um Momente, die für das unterrichtliche Handeln problematisch sind, während der Dozent Detlef Pech konzeptionelle Überlegungen erwartet hätte - schließlich handelte es sich um Sachunterricht und aus dieser Perspektive gäbe es kein Deuteln. Die Studierenden sahen dies - nahezu im Konsens - völlig anders.
Mit der Entscheidung, die Frage aus dem Seminar zu einer Frage von widerstreit-sachunterricht zu machen, landeten wir einen ungewollten und zum Zeitpunkt der Entscheidung für diese Frage nicht absehbaren "Zufallstreffer" in Bezug zur öffentlichen Debatte. Mehr noch: In Kenntnis der politischen, öffentlichen und schuladministrativen Diskussionen insbesondere um das Deutsch-Sprach-Gebot (oder Türkisch-Sprach-Verbot) an einer Berliner Schule, hätten wir die Frage vielleicht gar nicht mehr gestellt. Denn: Der politische "Integrations(zwang)diskurs" verstellt und überlagert den Zugang zum sachunterrichtlichen Gehalt der Frage.
Im Mittelpunkt der Antworten insgesamt steht ein sprachlicher Aspekt. Sprache, Deutschunterricht dominiert - ganz im Sinne der administrativen Tendenzen - die anderen fachliche Belange. Oder wie es bei einem Studenten/einer Studentin heißt: "Der Sachunterricht zielt zwar nicht direkt auf das Erlernen der deutschen Sprache, es ist aber ein Teil jedes Unterrichtsfachs." Bei den Hochschullehrenden wird die Sache z.T. etwas stärker beachtet, eine generelle Differenz zwischen den Gruppen Studierende, ReferendarInnen/LehrerInnen und DozentInnen lässt sich jedoch in dieser Frage nicht konstruieren.
Für die Interpretation der in den Antworten vielfach angesprochenen schulischen Bewertung scheint uns eine Differenzierung von Mechthild Gomolla hilfreich. Sie unterscheidet in ihrer Analyse institutioneller Diskriminierung zwischen einer direkten und einer indirekten Diskriminierung, die sie folgendermaßen charakterisiert: "Mechanismen indirekter Diskriminierung resultieren oft aus der Anwendung gleicher Regeln, die bei verschiedenen Gruppen grundsätzlich ungleiche Chancen ihrer Erfüllung zur Folge haben" (Gomolla 2003, S. 100).
Dieser Modus lässt sich in den eingegangenen Antworten vielfach wiederfinden, bspw. in der Argumentationsfigur, dass auch wenn alles (im engeren oder im sachlichen Sinne der Aufgabenstellung) richtig ist, dieses nicht als richtig bewertet werden könne, da (im weiteren oder sprachlichen Sinne) die Antworten nicht dem entsprechen, was zuvor im Unterricht als richtig benannt wurde. Es wird also mehr geprüft als in der Aufgabe steht - der Unterricht vorher ist auf deutsch, daher müssen die Antworten auch auf deutsch sein. D.h. auf einer deutschen Schule können nur in deutscher Sprache bezeichnete Dinge als richtig angesehen werden (mit Ausnahme des Fremdsprachenunterrichts. Als Ergänzung: Würde nicht eine lateinische Bezeichnung der Obstsorten dem propädeutischen Anspruch des Sachunterrichts hinsichtlich der Biologie gerecht werden?). Betrachtet man die Argumentationen, die zentral auf die verwendete Sprache rekurrieren, zeigt sich an vielen Stellen: Es scheint hier nicht nur um Sprache, Sprachförderung oder um Dialogfähigkeit zu gehen, sondern auch um Bewertung, um richtig und falsch!
Der Aspekt der Bewertung kreist in den Antworten vielfach um die Überlegung, wie diese für alle Kinder der Klasse gerecht erfolgen könne: Dabei wird ein Widerspruch konstruiert, indem - pointiert formuliert - Gerechtigkeit zur Legitimation von Ungleichheit, um nicht zu sagen Ungerechtigkeit, genutzt wird. Um Gerechtigkeit zu wahren, dürften für das Mädchen keine andere Regeln gelten als für die anderen Kinder. Das bedeutet aber auch, das die Anforderungen an die Kinder der Klasse differieren: Einige Kinder sollen in ihrer Muttersprache antworten, andere wie das Mädchen, dessen Erstsprache scheinbar (darüber wird eigentlich gar nichts gesagt) Türkisch ist, in einer erlernten Fremdsprache. "Die Namen wurden im Unterricht eingeführt und sollten auch in dieser Form benutzt werden, auch wenn es für dieses Mädchen eher Vokabel lernen im Fremdsprachenunterricht darstellt." In dieser Positionierung wird die zusätzlich zu erbringende Leistung als gegebener Teil zur Lösung der Aufgabe angesehen. Die unterschiedlichen Anforderungen werden offenbar nicht als Problem gesehen, sondern der Notwendigkeit kultureller Homogenität oder der Bewertbarkeit untergeordnet.
Recht viele der Argumentationen verweisen auf die Aufgabenstellung und nutzen einen "Trick", um zu erklären, warum die sachlich richtigen Antworten nicht völlig falsch sind: In der Aufgabenstellung sei nicht benannt worden, dass die Antworten auf Deutsch hätten erfolgen sollen. Unterricht erscheint hier als voraussetzungsvoll. Das lässt sich auch nicht vermeiden und soll vielleicht auch gar nicht vermieden werden. Schule kann nach einer gewissen Zeit nicht mehr alle ihre Vorraussetzungen benennen. Die Frage ist aber, ob das im Zweifelsfall zu Sanktionen einzelner führen sollte. Schul- und unterrichtsorganisatorisch könnte in dieser Richtung argumentiert werden, da auf Deutsch antworten als zu Lernendes zumindest zum heimlichen Lehrplan gehört und damit irgendwann als Gelerntes vorausgesetzt werden muss oder zumindest wird. Um welche Antworten es in einer sachunterrichtlichen Aufgabenstellung gehen sollte, wird dabei nicht thematisiert.
In den wenigsten Antworten wird vorgeschlagen, die türkische Benennung in der ganzen Klasse zu thematisieren. Im Zuge dessen könnte überlegt werden, warum es in diesem Falle sinnvoll ist, auf deutsch zu antworten und warum das nicht immer und überall sinnvoll sein muss. Gleichzeitig wird die in der Schule - unabhängig vom konkreten Fall - "eigentlich" nicht anerkannte türkische Sprache thematisiert, indem sie zum Mittelpunkt des Unterrichts gemacht wird. Worauf immer das genau hinaus läuft: Die Situation bietet eine Möglichkeit für den Unterricht und besteht nicht nur in einer Deutsch-Sprech- und Bewertungssituation.
Dirk Plickat macht einen interessanten Einwurf: Was wäre, wenn dieses Mädchen eine "klassische" deutsche Sozialisation aufweisen und die Antworten dann unaufgefordert auf Englisch geben würde? Ständen dann immer noch die relativierenden Überlegungen wie ‘Die Aufgabe war nicht exakt formuliert - eigentlich ist's ja falsch, aber es wurde ja auch nicht gesagt, dass die Antworten auf deutsch sein sollten’ im Vordergrund? Oder würde die beachtliche Kompetenz dieses Mädchen, ihre Qualifikation für die globalisierte (Arbeits-)Welt hervorgehoben und gelobt? Etwas schlicht formuliert: Es scheint eine Frage der Perspektive zu sein, wann etwas qualifiziert und wann etwas disqualifiziert. Wir vermuten in diesem Punkt aber noch einen weiteren Aspekt, jenen der Kontrolle und Kontrollmöglichkeiten. Türkische Antworten führen zu einem (befürchteten) Kontrollverlust, während beispielsweise englische Antworten diese Gefahr nicht implizieren. Würden mehr Lehrkräfte Türkisch (oder/und auch russisch, arabisch,…) ebenso beherrschen wie Englisch, die Debatte könnte einen ganz anderen Verlauf nehmen.
Vielleicht sind auch die mehrfach benannten Ausnahmeregelungen ein Versuch, mit diesem Kontrollverlust umzugehen, ihn, bzw. die Situation zu beherrschen: LehrerInnen - in diesem Falle als von ihnen antizipierte zukünftige Rolle der Studierenden - stehen in der Notwendigkeit zu bewerten und diese Bewertung (auch vor den Kindern) als gerecht vertreten zu müssen bzw. zu wollen. In einer außenperspektivischen Betrachtung könnte man indes davon sprechen, dass hier die selektierende und disziplinierende Struktur der Schule in den Argumentationen durchscheint. Ein Beispiel: "Ich würde der Schülerin jedoch die Hälfte der Punktzahl geben, wenn sie mir im nachhinein noch mal die richtigen deutschen Begriffe dazuschreiben würde" - warum dann eigentlich nur die Hälfte? Andere sind der Ansicht, obwohl die Arbeit nicht den Anforderungen entspräche, solle letztlich eine "pädagogische Note" gegeben werden, schließlich sei ja alles richtig. Die Perspektive der Sache wie auch die Perspektive der Kindes verschwinden hinter dem System Schule.
Auch bei widerstreit-sachunterricht ist in den letzten Ausgaben zu sehen, dass es eine intensive Diskussion um das interkulturelle (oder das transkulturelle) Lernen in der Schule gibt (vgl. insb. Stoklas 2004). Aber inwieweit wurde dabei außerhalb eines eng abzusteckenden Fachdiskurses wirklich der defizitorientierte Blick der Ausländerpädagogik verlassen? Trotz der Diskussion ist der Aspekt der monokulturellen Verfasstheit der Bildungsinstitutionen bislang viel zu wenig beachtet worden bzw. wird in Entscheidungssituationen nicht genutzt (vgl. Gomolla/Radtke 2002; Preissing/Wagner 2003).
Festzuhalten bleibt und das widerspricht der Intention dieser Fragen bei widerstreit-sachunterricht, dass die Verortung der Aufgabenstellung im Sachunterricht in den Antworten eher selten aufgegriffen wird. Positionen, wie die nachfolgende, bilden die Ausnahme: "Meiner Meinung nach hat das Kind die Aufgabe prinzipiell gelöst, da es nicht darum ging die Antworten auf Deutsch hinzuschreiben, sondern generell darum die Obstsorten zu beschriften."
Bei der Fragestellung war aber auch mit anderen Kritikpunkten zu rechnen: Welch absurdes Verständnis von Sachunterricht liegt dieser Frage eigentlich zu Grunde!? Begriffe abfragen kann doch keine relevante Beschreibung aktuellen Sachunterrichts sein - eine Feststellung die vielleicht auch nur im inneren Diskurs gilt! Ein wenig erstaunt müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass nur eine Antwort dies explizit aufgreift und auf dieser Grundlage die gestellte Frage zurückweist.



Literatur
  • Gomolla, Mechthild (2003): Fördern und Fordern allein genügt nicht! In: Auernheimer, Georg (Hrsg.) (2003): Schieflagen im Bildungssystem. Die Benachteiligung der Migrantenkinder. Opladen: Leske + Budrich, S. 97-110
  • Gomolla, Mechthild/Radtke, Frank-Olaf (2002): Institutionelle Diskriminierung - Die Herstellung ethnischer Differenz in der Schule. Opladen: Leske+Budrich
  • Preissing, Christa/Wagner, Petra (2003): Kleine Kinder - Keine Vorurteile? Interkulturelle und vorurteilsbewusste Arbeit in Kindertagesein-richtungen. Freiburg: Herder
  • Stoklas, Katharina (2004): Interkulturelles Lernen im Sachunterricht. Historie und Perspektiven (www.widerstreit-sachunterricht.de, beiheft 1).

 


Druckversion
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Nachtrag

Ein Gedanke kam uns leider erst im Nachhinein: Hätten wir andere Antworten bekommen, wenn die Frage auf Türkisch gestellt worden wäre?
Zumindest der Kommentar soll auch in türkischer Sprache dokumentiert werden.
Wir danken dafür einem Studenten der Universität Frankfurt, der sich die Mühe der Übersetzung machte. Er ist, wie er sagt, kein professioneller Übersetzer, daher mag es sein, dass manche Formulierungen nicht "in Perfektion" dem deutschsprachigen Kommentar entsprechen. Uns, den Schreibenden, bleibt auch dies verborgen - denn wir können kein Türkisch und damit auch nicht kontrollieren.
"Sachunterricht" ist im nachstehenden Text als "Hayat Bilgisi" übersetzt. Wortwörtlich übersetzt bedeutet dies "Lebens lernen", in sinngemäßer Übersetzung: Über das Leben lernen bzw. das Wissen über das Leben. Hierbei handelt es sich um ein Schulfach, das - so unser Übersetzer - als Pendant zum Sachunterricht angesehen werden kann.

 


Detlef Pech ve Marcus Rauterbergin konuya bakiş açisi

Widerstreit-sachunterricht’in 3. Sorusu baslangıcını „ilkokulda politik eğitimi“ adında ve 2005/06 eğitim yılında frankfurt üniversitesinde başlayan bir dersde bulmuşdur. Bir tartişma sirasinda politik alakalı interkulturell eğitim tartışılırken, bir öğrenci gerçek yaşanmis bir hikayeyi anlatır. Bu konuyu biz soru olarak formule etmiş bulunuyoruz. Doçent detlef pech anlatılan hikayeyi toparlayacak düsünceler beklerken, ögrenciler hep dersde doğru davranis biçimini tartişmişlardır – nede olsa ders hayat bilgisiydi ve bu bakiş açısından tartışılacak bir şey doçente göre yoktu. Ama nerdeyse bütün öğrencilerin bunu doçenten tamamen değişik görmesi ilnginçdi.
Dersde tartışılan bu konuyu widerstreit-sachunterricht için bir konu yapma düşücesiyle, hiç beklemediğimiz ve o an toplumda tartışılan bir konuyla denk gelmiş olması büyük bir tesadüfdür. Daha fazlası: Biz toplumun, politikanın ve okul idari’nin bu tartışmada bilhassa berlinde bir okulda öne sürülen Almanca dil kurali (veya türkce konuşma yasağini) bilseydik, belki bu tartışmayı böyle hiç öne sürmezdik. Çünkü: politik „(zorunlu)entegrasyon-tartışması“ hayat bilgili bu sorunun girişini ve kapatip ve artiriyor.
Cevaplarin öz noktasında hep dilsel bakiş açisi bulunuyor. Dil veya Almanca dersi diyeri konulardan daha üstün ve önemli bulunuyor - aynen idari anlayışının bakış açısı gibi. Veya dersde bir üniversite öğrencinin dediği gibi: „Hayat Bilgisi ilk bakışda almanca öğrenme amacıyla yapılmasa bile, her dersin bir parçası olduğu ortadadır.“ Üniversite öğrencileri bu konuya biraz daha fazla önem verdikleri ortaya çıkıyor, öğrencilerin, stajyerlerin/ögretmenlerin ve doçentlerin arasında bu konu üzeri fazla değişik düşünmedikleri belli oluyor.
Okul üzeri verilen cevapların yorumunu daha iyi anlamak için, Mechthild Gomolla’nin farklı bakis açısını yardım olarak ele almamız gerektiğini düşünüyorum. Mechthild Gomolla kurum ayrı gözetme analizinde, direk ve endirek ayrı gözetme arasında ayırıyor. O iki gözetmeyi şöyle dile getiriyor: “ endirek ayrı gözetme nerdeyse hep aynı kurallar uygulanarak sonuçlanıyor, bu kurallar değişik gruplarda eşitsiz şans gerçekleşdiriyor” (Gomolla 2003, Sayfa 100)
Bu tarz verilen cevaplarda çoğu zaman görülüyorki, örneğin şu argüman öne sürülüyor: Herşey hakiki ve gerçek anlamda (verilen ödev olarak) doğru olsa bile, ginede doğru olarak izah edilemesi yanlışdır, çünkü (konuya geniş ve dilsel bir bakış açısıyla bakılırsa) ders sırasında çocukdan verilen cevaplar, beklenilen ve ders öncesinde doğrunun ne olduğu kararlaştırıldıgından, doğru olarak sayılması yanlışdır. Bu demekdirki sınav sırasında yazılı soruların cevapından hariç daha fazla bekleniliyor – bundan önceki dersler hep almancaydı, ö yüzden cevaplarda almanca olmak zorundadır. Demekki bir alman okulunda sadece bir eşyayi almaca diliyle cevaplarsan doğru olarak kabul ediliyordur (tabi yabancı dil eğitimi bu görüşden kuraldışı kalıyordur. Ek bir not: Meyve türlerini latince isim koyarak cevaplanılması hayat biligisi ve bioloji dersi bakiş açisindan, daha cazip gelmiyormu sizede?) Dil üzeri verilen ve öne sürülen görüşlere bakarsak, çok yerde belli oluyorki: Tartişma konusu sadece dil, dil eğitimini veya diyalog kabiliyeti’ni ele alınmadıdığı gözüküyor, aksine not verme, doğru veya yanliş anlayışlarıda ön plana çıkıyor.
Verilen cevaplarda hep bütün çocuklara böyle bir durumda, nasıl adeletli not verilebilir anlayışı göze batıyor: Ortaya çikan çelişkide adalet yetki üzeri eşitsizlik yaratıyor, daha doğrusu yetki adaletsizlik icin kulanılıyor. Dolayı adaleti korumak için, konudaki kiz için değişik kanunlar geçerli olmamalıdır. Bu aynı zamanda demekdirki, çocuklardan beklenilen talep çocuğa göre değişik olmasıdır: Bazi çocuklar ana dilinde cevap versinler, bazılarıda (mesela bizim hikayadeki kız gibi ) ilk öğrendiği dil türkçe olsa bile (ilk ögrendigi dilin türkçe olduğu şu tartışmada belli olmuyor), sonradan öğrendiği bir yabancı dilde cevap versinler. “Meyve isimleri sinifda öğrenilmişdir ve o dildede kulanılması gerekilir, tabi bu türk kızı icin başka bir dilde kelime öğrenme anlamina gelse bile”.
Böyle bir anlayışda ayrica verilen edim, soruyu çözmek için bir kural biçimine geliyor. Değisik öne sürülen talepler öyle gözüküyorki problem olarak gözükmüyor, aksine kültürell homojen bir grup veya değerlendirme anlayışı için ikinci dereceye atılıyor.
Verilen çoğu cevaplarda, neden kız tarafindan verilen doğru cevaplarin tamamen yanliş olmadığinı anlatmak için, bir “hile” kulanılarak, soru soruş biçimini öne sürüyorlar: Soru soruş biçiminde cevapların sadece almanca olmasına gerek hiç bir nokta bulunmamadır. Bence burda ders ön bekleyişli bir bakışlan anlanılıyor. Bu kaçınılmaz bir durum olsa bile, gerektiğini zan ediyorum. Bir okul bir zaman sonra dersden veya sınavdaki beklentilerini hep tekrarlayamaz. Kendi kendimize sormak zorunda olduğumuz soru ama, tartışdığımız böyle bir durumda, verilen değişik cevaplardan üzeri yanliş cevapı verenlerin ceza görmesinemi sebep olması gerekiyor. Okul ver ders anlayışıylan öne sürülebilirki, almanca cevap verilebilmesi, öğrenilmesi gerekli, bari gizli bir öğretim programina ait olması ve böylece bir zaman sonra öğrenilmiş bir kosul olmasıdır. Hayat biligisi dersinde hangi soruların sorulması gerektiğini, kimse tarafından konu edilmiyor.
Cok az cevaplarda kiz tarafindan verilen türkçe meyve anlamlarının bütün sınıf kapsamında ele alınılmasıöne sürülüyor. Düşünülmesi gereken, neden böyle bir konuda almanca cevap vermek daha manalı veya her konuda ve her yerde neden daha az manalı oldugu tartışılabilir. Ve ayni zamanda okulda – başka bir konu olsa bile – “aslında” tanılınmamiş türke dili konu ediliyordur. Türkçe dili dersin merkez noktası haline getiriliyordur. Bu ne anlamına geliyor demekdir: Görülen durumda ders için bir imkan görüküyordur ve bu sadece bir Almanca-konuş – ve not verme durumu değildir.
Dirk Plickat ilginç bir itirazda bulunuyor: Konuşduğumuz kiz tipik bir alman sosyalisasyon görmüş olsaydı ve soruları kendiliğinden ingilizce cevaplandırsaydı, ne olurdu? O zaman ginemi ayni düşünceleri öne sürürmüydük? Mesela: Sınıfdaki soru ayrintılı sorulmamışdır – aslinda yanliş, ama cevapların almanca olacağina dair hiç birşey söylenilmemişdir. Yoksa kızın bu ilginc yeteneği, onun kalifikasyonu, globalleşmiş is dünyasinda öne çıkarılarak aferinlenmi cevaplandırılırdı? Daha basit belli edersek: Göründüğüne göre bir şeyin ne kadar kalifikasyonlu veya kalifikasyonsuz olduğu perspektive göre değişiyor. Bu noktada bir tahminimiz daha var, denetim ve denetim imkanları. Türkçe cevaplar (korkulan) denetim aksatmasina sebep oluyor, ama mesela ingilizce cevaplar bu tehlikeye sebep olmuyor. Daha fazla öğretim üyeleri türkçe (veya/ve rusca, arapça,...) ingilizce gibi diller bilseylerdi, o zaman bu tartışma daha değişik bir yön alırdı.
Belkide hep bahis etiğimiz bu kuraldişı kanunlar, denetme aksatmasının bir çabasıdır ve böylece bu aksatmalarlan başa çıkılabilinir, onu daha doğrusu böyle bir durumda hüküm edebilir: Öğretmenler – bizim durumda öne alınan gelecegin öğretmenleri- not verme zorunluğu altında duruyorlardır (hatta çocukların önünde) bu adaleti savunmak zorundalar. Dışarıdan bir bakış alanından bakarsak, konuşa bileceğimiz konu şudur, okulun seçimli ve disiplinli bünyesi ön plana cıkıyordur. Bir örnek: “Ben öğrenciye, bana sonradan doğru olan almanca kelimeleri söyliye bildiği halde, puanların yarısnı verirdim” – neden puanlarin yarısı? Baskalarının düşünceleri ise, kızdan verilen cevaplar, istenilen cevaplar olmasa bile, ginede bir “pädagogoji puan” verirdim, nede olsa herşeyi sonucda doğru olarak cevaplandırmışdır. Çocuğun perspektivi ve konunun bakiş açısı tamamen okulun sistemi arkasında yok oluyor.
Widerstreit-sachunterricht’din son baskılarındada, interkulturel (veya transkulturel) okuldaki eğitim üzeri ciddi tartişmalarında olduğu belli oluyor (özellikle Stoklas 2004 karılaşdır). Ama dar tutulmuş bir bölüm tartışmasında, ne kadar acaba noksan dolu yabancı eğitimin dişarısına cıkmış bulunuyoruzki? Tartışmaya rağmen monokültürell eğitim durumuna daha çok az dikkat edilmişdir, daha doğrusu karar durumlarinda kulanılmamışdır. (Gomolla/Radtke 2002; Preissing/Wagner 2003 karşılaşdır).
Iyi bir bakarsak ve bu widerstreit-sachunterricht’de sorduğumuz soruya aksi düşüyordurki, soruların soruluş biçiminin hayat bilgisinde cevaplarda çok nadir görükmesidir. Su görüşlerden hariç: "Bana göre çocuk verilen ödevi başariylan sonuçladırmısdır, cünkü verilen soruda cevapların almanca yazilacagına dahil hiç bir şik bulunmamışdır, sadece meyvelerin ismi soruda istenilmişdir”
Sorulan soru şeklinde başka kritik noktalar daha bulunmakaktadşr: Nasil bir saçma soru sorma anlayısı bu sorunun soruş biçiminde gizlidirki, kelimerin ismini sormak hayat biligisine yakismayan bir biçimidir – belkide sadece soru soruluşun içinde geçerli olan bir tesbitdir. Biraz hayretlen karşiliyoruzki, sadece bir cevap hayat bilgisininde meyve isiminlerini sormak çok basit olma sebebiyle, sorunun saçma olduğunu belli edip soruyu geri ceviriyor olmasıdır.


Literatur

  • Gomolla, Mechthild (2003): Fördern und Fordern allein genügt nicht! In: Auernheimer, Georg (Hrsg.) (2003): Schieflagen im Bildungssystem. Die Benachteiligung der Migrantenkinder. Opladen: Leske + Budrich, S. 97-110
  • Gomolla, Mechthild/Radtke, Frank-Olaf (2002): Institutionelle Diskriminierung - Die Herstellung ethnischer Differenz in der Schule. Opladen: Leske+Budrich
  • Preissing, Christa/Wagner, Petra (2003): Kleine Kinder - Keine Vorurteile? Interkulturelle und vorurteilsbewusste Arbeit in Kindertagesein-richtungen. Freiburg: Herder
  • Stoklas, Katharina (2004): Interkulturelles Lernen im Sachunterricht. Historie und Perspektiven (www.widerstreit-sachunterricht.de, beiheft 1).

 


 
   
   
   
   
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